St. Franziskus-Hospital MünsterAktuelles - Mittwoch, 21.12.2011

10 Jahre Ausbildungs-Kooperation mit den Niederlanden

Schule für Gesundheitsberufe bietet als einzige Auslandseinsatz für Schüler an

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Die Schule für Gesundheitsberufe am St. Franziskus-Hospital kooperiert seit zehn Jahren mit dem „Frieslandcollege“ im niederländischen  Leeuwarden. Bislang haben 32 Studenten aus den Niederlanden und ebenso viele  Auszubildende zum Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem St. Franziskus-Hospital am Austauschprogramm teilgenommen. Begonnen hat das Projekt 2001, als die ersten niederländischen Studenten aus dem Frieslandcollege für ein Auslandspraktikum nach Münster ins St. Franziskus-Hospital kamen. Während ihres rund 20-wöchigen Aufenthaltes arbeiteten sie auf Pflegestationen unterschiedlicher Disziplinen und nahmen am Unterricht der Schule für Gesundheitsberufe teil. Seit 2006 werden die Studenten aus den Niederlanden zusätzlich im St. Rochus-Hospital in Telgte eingesetzt, welches auch Ausbildungsträger der Schule für Gesundheitsberufe ist. Das Frieslandcollege ist ein mittelgroßes regionales Ausbildungscentrum (ROC), vergleichbar mit einer deutschen Berufsschule. 

2003 gingen dann zum ersten Mal Auszubildende von der Schule für Gesundheitsberufe aus Münster in die Niederlande. Sie absolvieren im Krankenhaus „De Tjongerschans“ in Heerenveen ein acht- bis elfwöchiges Auslandspraktikum. „De Tjongerschans“ ist ein Allgemeinkrankenhaus der mittleren Größe mit angegliederter Poliklinik. Dort arbeiten die deutschen Auszubildenden auf den Pflegestationen der Allgemeinchirurgie, Neurologie und Pädiatrie. Zudem nehmen sie an den Schulveranstaltungen des Frieslandcolleges in Leeuwarden teil. 

„Die Auszubildenden werden intensiv auf die Arbeit mit niederländischen Patienten vorbereitet, zum Beispiel bieten wir ihnen eine mehrwöchige sprachliche und kulturelle Vorbereitung an. Wir stellen fest, dass die Auszubildenden nicht nur mit einem anderen Pflegeverständnis konfrontiert werden, sondern auch persönlich an ihren Erfahrungen wachsen, da ein Auslandsaufenthalt eine hohe Selbstständigkeit abverlangt“, erzählen Ruth Adrian als Schulleitung und Tatjana Wegener und Rudolf Steinebach als Koordinatoren des Austauschs. „Der Blick über den Tellerrand motiviert die Auszubildenden und dient zudem als Anreiz, das eigene Handeln und die bei uns üblichen Arbeitsabläufe einzuordnen. Wir freuen uns aber auch, dass wir als Ausbildungsstätte für die niederländischen Studenten attraktiv sind und wir den jungen Leuten in der täglichen Arbeit unser Pflegeverständnis näher bringen können“, fasst Leonhard Decker, Pflegedirektor des St. Franziskus-Hospitals, zusammen.

Das Austauschprogramm wird von INWENT (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) (seit 2011 „giz“ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit)) im Rahmen von BAND (Bilaterale Austauschprogramme Niederlande-Deutschland) finanziell unterstützt. Dieses Programm fördert Partnerschaften zwischen deutschen und niederländischen Einrichtungen der Berufsbildung und soll Austauschprogramme anregen und etablieren.