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St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort - Freitag, 09.12.2011
Überprüfte Qualität zur Sicherheit der Betroffenen - Darmzentrum zertifiziert
„Rund 70.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an einem bösartigen Darmtumor“, berichtet Dr. med. Theodor Heuer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Onkologie und Hämatologie am St. Bernhard-Hospital, Kamp-Lintfort. „Nun kann man einerseits durch Vorsorge eine Neuerkrankung verhindern, andererseits ist eine effektive Behandlung und Heilung durch eine hochspezialisierte und dennoch individuelle Therapie möglich.“
Spezialisten arbeiten zusammen
Damit man dieser Herausforderung Rechnung tragen kann, wurde am St. Bernhard-Hospital ein Darmzentrum geschaffen. Dort arbeiten Spezialisten der verschiedensten Fachrichtungen abteilungsübergreifend zusammen. Gemeinsam entwickeln sie für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept, das sich an internationalen Standards orientiert. Dazu gehören auch gemeinsame Tumorkonferenzen mit allen Ärzten. „Dabei garantieren wir, jedem Patienten eine umfassende medizinische Versorgung zu bieten“, betont Theodor Heuer. „Selbstverständlich passen wir uns dabei ständig neuen Entwicklungen an und lassen diese in die Behandlung einfließen.“ Theodor Heuer ist gleichzeitig der Leiter des neuen, zertifizierten Darmzentrums.
Zertifizierung durch OnkoZert
Die Kompetenzen bündeln, um ein ganzheitliches Angebot von der Diagnose bis zur Therapie bieten zu können – das ist das Anliegen des Darmzentrums am St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort. Nun wurde das Zentrum durch das von der Deutschen Krebsgesellschaft beauftragte Institut OnkoZert zertifiziert. „Wir sind als zertifiziertes Darmzentrum sicher auf Augenhöhe mit den großen Kliniken in den Ballungszentren“ betont Theodor Heuer. Die Zertifizierung ist für das Kamp-Lintforter Team gleichzeitig auch die Verpflichtung, den Patienten durch ständige Fortbildung und Weiterentwicklung neue Behandlungsstrategien anzubieten.
Standardisierung und Individualisierung
Auf den ersten Blick klingen die Begriffe wie Standardisierung und Individualisierung wie ein Widerspruch in sich. Tatsächlich aber ist ein höchstmöglicher Standard eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass eine individuelle, gezielt auf den Patienten abgestimmte Therapie angeboten werden kann.
Das zeigt sich beispielhaft im St. Bernhard-Hospital. Unter der Leitung von Chefarzt Theodor Heuer, Sven Tripp (Koordinator des Darmzentrums) und Professor Dr. Patrick Verreet (Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie) wurde die Zertifizierung über Monate hinweg vorbereitet. Bereits bestehende Strukturen wurden geprüft und bei Bedarf den strengen Kriterien von OnkoZert angepasst.
Ebenso in das Zertifizierungsverfahren mit einbezogen wurden sämtliche anderen medizinischen Fachrichtungen, mit denen das Zentrum kooperiert. Dazu gehören die Strahlentherapie, Onkologie, Pathologie, Radiologie und die Nuklearmedizin, Ernährungs- und Humangenetische Beratung. Für sämtliche Bereiche galt und gilt es, den international höchsten Standards zu entsprechen. Eine intensive Zusammenarbeit besteht auch zu den niedergelassenen Ärzten der Region.
Breites Leistungsspektrum
Dabei geht das Leistungsspektrum des Darmzentrums am St. Bernhard-Hospital von der Beratung zu allen Fragen der Vorsorge über die Durchführung von Vorsorge- und Früherkennungs-Maßnahmen bis zur Diagnostik und Therapie. Die Erstellung von individuellen Behandlungs-Strategien gehört ebenso dazu wie die stadiengerechte Behandlung aller Tumor-Erkrankungen, die onkologische Chirurgie und die Psycho-onkologische Beratung und Begleitung. In Abstimmung mit den Hausärzten erfolgt dann die Nachsorge. Zum Angebot des Darmzentrums gehören auch Stoma-therapie, Schmerztherapie, Ernährungsberatung und die Kooperation mit ambulanten Pflegediensten oder Palliativeinrichtungen.
Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort war einer der ersten Gratulanten: „Unser Krankenhaus hat mit der Zertifizierung des Darmzentrums erneut bewiesen, dass es auch bei der Versorgung von Patienten mit Darmkrebs in der medizinischen und psychosozialen Betreuung über besondere Kompetenzen verfügt“.



