St. Josefshospital UerdingenAktuelles - Montag, 12.09.2011

Telefonaktion am 12. September mit Fußspezialisten in der RP: Was tun bei Diabetischem Fuß?

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Uerdingen. Kribbeln Ihre Füße? Brennen, schmerzen sie? Oder fühlen sie sich sogar taub an? Wenn Sie dann noch Diabetiker sind, sind das sehr deutliche Warnzeichen. Denn ob der Diabetes bereits die Nerven angegriffen hat, ist häufig über die Füße feststellbar.

 

Nervenschäden können zu einem diabetischen Fuß führen

Bei Diabetikern kann als Folgeschaden eine Neuropathie (Erkrankung der Nerven) entstehen, meistens an Beinen und Füßen. Hier verlaufen lange, dünne Nervenbahnen, die besonders anfällig für Störungen sind. Durch die Unterversorgung sind die Nerven in Beinen und Füßen so beeinträchtigt, dass Schmerzen, Druck, Berührung oder Temperaturunterschiede an den betroffenen Körperstellen nicht mehr wahrgenommen werden.

 

Ambulante Betreuung ist wichtig

Am diabetischen Fußsyndrom erkranken viele Menschen. Durch die Zunahme von Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, wird es noch häufiger werden. Geschätzt wird, dass etwa 15 Prozent der Patienten mit Diabetes im Laufe ihrer Erkrankung ein diabetisches Fußsyndrom entwickeln. Mehr als die Hälfte der Patienten, die in Deutschland an einem diabetischen Fußsyndrom erkranken, müssen mit einer Amputation innerhalb von vier Jahren rechnen. 

 

Denn ein sogenannter „Diabetischer Fuß“ ist ausgesprochen anfällig für Infektionen. Deshalb sind die ambulante Betreuung und eine enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung so wichtig. Sie verhindern das Fortschreiten der Erkrankung, verkürzen die Wundheilung, senken die Amputationsrate in Vergleich zur konventionellen Therapie und ersparen Krankenhaus-Aufenthalte oder kürzen sie ab.

 

Damit in Ruhe alle Fragen rund um das Thema „Diabetischer Fuß“ gestellt und beantwortet werden können, hat die Rheinische Post am Montag, den 12. September die Spezialisten des St. Josefshospitals Uerdingen eingeladen: Chefarzt Dr. Wilhelm-Ulrich Schmidt, Oberarzt Markus Permantier, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Chefarzt Prof. Dr. Tobias Zekorn und Oberärztin Dr. Gina Michalowski, Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie werden gemeinsam mit Dr. Jürgen Hoß von der Diabetes-Schwerpunktpraxis Krefeld von 16 Uhr bis 18 Uhr den Lesern Rede und Antwort stehen.

 

Netzwerk Diabetischer Fuß

Die Spezialisten des St. Josefshospitals Uerdingen bilden gemeinsam mit Dr. Jürgen Hoß und anderen Fachleuten ein Netzwerk zur Betreuung des Diabetischen Fußes in Krefeld- Uerdingen. Integriert sind, unter Führung der Diabetologen, niedergelassene Chirurgen, Gefäß- und Fußchirurgen, Angiologen (Fachärzte für Gefäßerkrankungen), Podologen (medizinische Fußpfleger). Darüber hinaus hat das Netzwerk Kooperations-Vereinbarungen mit Selbsthilfegruppen, orthopädischen Schuhmachern und Schuhtechnikern, Sozialarbeitern und Pflegediensten.