Donnerstag, 22.11.2018

Westfälischer Geriatrietag auf der Burg Lüdinghausen

Geballte ärztliche, pflegerische und therapeutische Fachexpertise traf sich gestern auf der Burg Lüdinghausen, um sich gemeinsam über geriatrische Fachthemen auszutauschen. Anlass war der 9. Westfälische Geriatrietag, zu dem das St. Marien-Hospital Lüdinghausen, gemeinsam mit dem Qualitätszirkel Geriatrie Westfalen, in diesem Jahr nach Lüdinghausen eingeladen hatte. Neben der Fachtagung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch eine Industrieausstellung besuchen.

Richard Borgmann, Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen und Schirmherr des 9. Westfälischen Geriatrietages eröffnete die Fachveranstaltung.

Von weit her angereist waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 9. Westfälischen Geriatrietages in Lüdinghausen.

Dr. Marcus Ullmann hatte zum diesjährigen 9. Westfälischen Geriatrietag in Lüdinghausen eingeladen. Er hielt das Einstiegsreferat.

Richard Borgmann, Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen und Schirmherr der Veranstaltung, begrüßte die rund 100 Gäste. Er hob hervor, wie bedeutsam das Zentrum für Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation im St. Marien-Hospital Lüdinghausen für die Bevölkerung der Stadt Lüdinghausen und für die der umliegenden Städte und Gemeinden ist. Nachträglich gratulierte er den Verantwortlichen zum 10. Geburtstag, den das Zentrum am 1. April 2018 feiern konnte. „Auch die damals Verantwortlichen haben auf das richtige Pferd gesetzt“.

Das bestätigte auch Dr. Marcus Ullmann, Chefarzt des Zentrums für Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation im St. Marien-Hospital Lüdinghausen. In seinem Statement bestätigte Ullmann die Bedeutung der Altersmedizin: „Gab es vor 10 Jahren 209 Fachabteilungen für Geriatrie mit zusammen 11.233 Betten, so gibt es heute 360 mit 18.121 Betten. Bei den Fachabteilungen ist das Angebot damit um 72,2% gewachsen.“ Auch die Rehakliniken haben seither einen Zuwachs von 15% zu verzeichnen. Mit Martin Splittgerber konnte er einen Oberarzt seines Teams gewinnen, der anschließend als Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie über die Behandlung von älteren Patienten im Fall von besonders belastenden Ereignissen referierte. Nicht weniger spannend war das Thema dem sich Dr. Michael Kamp, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie widmete, nämlich der Herausforderung Alterstraumatologie. Dabei handelt es sich um Verletzungen und Wunden im Alter, zu denen insbesondere auch die Unfallchirurgie gehört. Abschluss bildete das Referat von Christa Thesing, die als Rechtsanwältin tätig ist. Sie informierte über mögliche Fallstricke im Betreuungsverfahren und das insbesondere aus Sicht einer gesetzlichen Betreuerin. Mit Ende der Fachtagung zeigte sich das Publikum rundum begeistert: „Die fachliche Expertise der Referenten, ausreichend Zeit für den kollegialen Dialog und natürlich das besondere Veranstaltungsambiente, der Kapitelsaal auf der Burg Lüdinghausen – eine wirklich gelungene Veranstaltung!“