Dienstag, 29.06.2021

Wunscherfüller

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im St. Marien-Hospital Lüdinghausen freuen sich über weitere Spenden des Fördervereins.

Strahlende Augen: Nicht nur Kinder zeigen sie, wenn sie sich freuen und beschenkt werden. Im St. Marien-Hospital Lüdinghausen waren es jetzt die Augen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die damit ihre Freude gegenüber dem Förderverein zum Ausdruck brachten. Dank des Einsatzes dieser Ehrenamtlichen konnten in den letzten 12 Monaten Spendengelder in Höhe von einigen Tausend Euro akquiriert werden.

Ebenfalls eine Spende des Förderverein und bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Einsatz: Eine Spielekonsole. Sie bringt wahre Lebensfreude in den Krankenhausalltag. Beim virtuellen Spiel werden die körperliche und geistige Fitness verbessert. Es werden das Erinnerungsvermögen, die Stand- und Gangsicherheit trainiert. Auf dem Bild wird gerade gekegelt. Aktuell soll jetzt mit Spendengeldern die Anschaffung von Unterarmgehwagen ermöglicht werden.

„Es ist enorm, wie sich die ehrenamtlichen Förderer für uns, als Krankenhaus der Region, engagieren. Dafür sind wir ihnen und allen Spenderinnen und Spendern sehr dankbar“, erklärt Monika Kleingräber-Niermann, die als Referentin der Geschäftsführung das Lüdinghauser Krankenhaus im Vorstand des Fördervereins vertritt. Durch Spendengelder wurden in den zurückliegenden Monaten erneut verschiedenste Bereiche im Krankenhaus mit nützlichen Dingen ausgestattet, von denen Patientinnen und Patienten aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren. Beispielhaft dafür nennt Kleingräber-Niermann ein Kameraüberwachungssystem für die Zentrale Notaufnahme. „Dadurch kann der in den Nachstunden tätige, pflegerische Mitarbeiter die Person bzw. die Personen vor der Außentür sehen und im Bedarfsfall sofort kollegiale Unterstützung herbeiholen“. Der Wunsch dafür wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin in der Zentralen Notaufnahme direkt an uns herangetragen“ freut sich auch Gisela Sebbel, Vorsitzende des Fördervereins, über die Direktansprache zugunsten dieser hilfreichen Anschaffung. Zudem konnten dank der gesammelten Spendengelder kurzfristig 20 Headsets und Mikrofone angeschafft werden. Der Einsatz von Fördergeldern auch in diesem Bereich ist nicht minder hilfreich, denn die Sitzungsorganisation im Krankenhaus hat sich aufgrund der Pandemie dahingehend verändert, dass man sich regelhaft digital verabredet. Die Vorsitzende des Fördervereins bedankte sich im Rahmen der letzten Vorstandssitzung noch einmal ausdrücklich bei allen Akteuren: „Mit der Anschaffung einer Plattformwaage, das ist eine Waage, mit der auch im Rollstuhl sitzende Patienten gewogen werden können, ohne jedoch den Rollstuhl zu verlassen, konnten wir den Arbeitsalltag für die Pflegenden deutlich entlasten. Das Gleiche gilt für den Kauf von Visoflexkissen, anatomisch geformte Sitzkissen aus Schaumstoff, die ein sanftes Sitzen für die Kreuzbein-Gesäßregion ermöglichen. Zudem konnten wir mit den Spendengeldern den Kauf von Bildern ermöglichen und damit eine Station verschönern.“ Und dann erzählt die Vorsitzende von einem weiteren Highlight: „Da Herr Dr. Dirks, ehemaliger Chefarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin, sich pandemiebedingt nicht in einer größeren Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabschieden konnte, hat er kurzerhand den dafür kalkulierten Geldbetrag unserem Förderverein gespendet. Das war nicht nur eine nette Geste, sondern hatte einen doppelten Vorteil, denn: Dank seiner Geldspende konnten wir „seiner“ Abteilung ein sogenanntes Video-Laryngoskop, das ist ein spezielles Gerät mit einer Kamera, mit dem der Arzt sich die Atemwege anschauen kann, übergeben“. Im Rahmen der zurückliegenden Vorstandssitzung dankte Sebbel ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auch dafür, dass durch den gemeinsamen Einsatz in den zurückliegenden Jahren auf den Stationen alle Röhrenfernseher durch Flachbildschirme ausgetauscht werden konnten. Dieses große Projekt ist nunmehr abgeschlossen, über mehrere Jahre hatten die Ehrenamtlichen dafür rund 40.000 Euro gesammelt. Kleingräber-Niermann, die im Rahmen der Vorstandssitzung aufgrund ihres anstehenden beruflichen Wechsels an das Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup ihr Amt an ihre Nachfolgerin, Mara Beckhuis übergab, überbrachte einen aktuellen Spendenwunsch, der ebenfalls direkt von einem Mitarbeiter an den Förderverein herangetragen wurde: „Unsere Therapeutinnen und Therapeuten benötigen weitere Unterarmgehwagen. Der Einsatz dieser wichtigen Hilfsmittel gleicht Gangunsicherheiten aus und bietet unseren Patienten dabei mehr Stabilität als herkömmliche Rollatoren. Zudem werden diese Wagen am Patienten für erforderliche Gehübungen eingesetzt“. Die Mitglieder des Fördervereins sind sich einig, dass sie auch diesen Wunsch erfüllen möchten und werden dafür in den nächsten Wochen erneut auf die Suche nach Unterstützern gehen.