Die Endosonographie (auch endoskopischer Ultraschall genannt) zählt heute zu den modernsten Diagnoseverfahren in der Gastroenterologie, der medizinischen Fachrichtung, die sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts beschäftigt – das St. Marien-Hospital in Lüdinghausen hat nun auch eines dieser hochpräzisen Systeme im Einsatz:
Die Technologie kombiniert die Vorteile einer Endoskopie mit hochauflösenden Ultraschallbildern aus dem Inneren des Körpers und ermöglicht den Ärzten im St. Marien-Hospital einen besonders präzisen Blick auf Organe und Gewebe der Patienten.
„Bei der Endosonographie befindet sich eine kleine Ultraschallsonde an der Spitze eines Endoskops. Mit dem Gerät können wir Organe wie die Bauchspeicheldrüse, die Gallenwege oder Lymphknoten, aber auch die Speiseröhren- oder Magenwand selbst aus unmittelbarer Nähe untersuchen. Dadurch entstehen deutlich detailliertere Bilder als bei vielen herkömmlichen Ultraschalluntersuchungen“, erklärt Dr. Daniel Reiners, Oberarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie im St. Marien-Hospital in Lüdinghausen, der in der Vergangenheit bereits viel Erfahrung mit der Methode sammeln konnte. Die Technologie unterstützt das medizinische Team bei der Erkennung und Beurteilung zahlreicher Erkrankungen wie Gallensteinleiden sowie zystischen und tumorösen Organveränderungen.
„Zusätzlich können wir während der Untersuchung bei Bedarf gezielt Gewebeproben entnehmen, um sichere Diagnosen zu stellen und damit eine frühzeitige Erkennung von Erkrankungen zu ermöglichen“, sagt Reiners und beschreibt die medizinischen Vorteile der neuen Investition: „Wir arbeiten mit den hochauflösenden Bildern direkt am Untersuchungsort und können dadurch z. B. eine präzise Tumorcharakterisierung und Stadieneinteilung vornehmen. Im Falle eines Gallensteinleidens mit Steinen nicht nur in der Gallenblase, sondern auch im Gallengang kann unmittelbar eine Gallenwegsspiegelung angeschlossen werden, um die Steine zu entfernen.“
Die Pluspunkte für die Patienten bei diesem schonenden Verfahren ähnlich einer Magenspiegelung seien mehr Sicherheit bei den Therapieentscheidungen und kürzere Behandlungswege, so die Einschätzung des Mediziners – mussten die Patienten doch bislang für diese Untersuchungen in andere Krankenhäuser der Region verlegt werden. Bei bestimmten Fragestellungen kann die Untersuchung auch ambulant durchgeführt werden. „Für unsere Klinik bedeutet die Investition in ein Endosonographie-Gerät einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung moderner Medizin, denn mit dem neuen System erweitern wir im St. Marien-Hospital das diagnostische und therapeutische Angebot für die Region“, sagt der Geschäftsführer Johannes Simon.
„Neben der höheren Behandlungsqualität und der weiterhin effizienten Patientenversorgung können wir die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des St. Marien-Hospitals im Kreis stärken.“ Die Endosonographie gehört bereits heute zu den Routineverfahren in der Gastroenterologie, entwickelt sich kontinuierlich weiter und ist in bestimmten Fragestellungen die Methode der Wahl. „Mit der Möglichkeit des neuen Systems, das diagnostische Spektrum unserer Klinik zu erweitern, leistet das Endosonographie-Gerät einen wichtigen Beitrag zu einer präzisen, sicheren und patientenfreundlichen Medizin“, zeigt sich Dr. Daniel Reiners überzeugt.
Zum 1. September dieses Jahres wird Dr. Tina Groll die Geschäftsführung der Düsseldorfer Kliniken der Gesellschafter Franziskus Stiftung und Stiftung…













