Die St. Franziskus-Stiftung Münster nutzte den Besuch von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Ende Juni, um im direkten Dialog die Positionen zur aktuellen Gesundheitspolitik auszutauschen. Ziel war es, die jeweiligen Sichtweisen offen darzulegen. Die Bundesgesundheitsministerin hob hervor, dass das Beitragsstabilisierungsgesetz die Sicherung der Finanzierbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gewährleisten solle. Insbesondere die Begrenzung des Kostenanstiegs und die nachhaltige Stabilisierung der Beiträge seien zentrale Anliegen der Bundesregierung, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Die Franziskus Stiftung machte - auch stellvertretend für alle freigemeinnützigen Krankenhäuser - deutlich, dass eine Umsetzung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes die flächendeckende Gesundheitsversorgung gefährde. Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Franziskus Stiftung, betonte: „Natürlich sehen wir die Sparnotwendigkeiten zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze. Aber um dem gerecht zu werden, brauchen wir Entlastung von regulatorischen Vorgaben zur Erbringung und zur Dokumentation von Leistungen. Das bindet viel Zeit unserer Fachkräfte – diese möchten wir wieder dafür einsetzen, unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind offensichtlich und verlangen nach Reformen. Doch Reformen müssen primär an den Bedarfen, nicht an den Kosten orientiert sein.“
Mit dem Besuch des St. Franziskus-Hospitals Münster verschaffte sich Nina Warken gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Nacke und weiteren CDU-Vertretern einen persönlichen Eindruck von dem größten Haus der Stiftung. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von den modernen klinischen Strukturen und der regionalen Verankerung der Einrichtung. Ein Schwerpunkt lag auf dem Besuch des Notfalltresens der Zentralen Notaufnahme (ZNA). Hier wurde die Bedeutung einer bedarfsgerechten und effizienten Notfallversorgung deutlich. Dr. Stephan Braune, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme des St. Franziskus-Hospitals Münster, erläuterte: „Jährlich gibt es rund 35.000 Patientenkontakte in der Notaufnahme des St. Franziskus-Hospitals Münster. Ein optimales Ineinandergreifen der Prozesse bei klaren Verantwortlichkeiten ist dabei elementar wichtig. Mit der kassenärztlichen Portalpraxis, die zu Rand- und Nachtzeiten direkt vor Ort Seite an Seite am ‚blauen Tresen‘ die Notaufnahme entlastet, haben wir ein hervorragendes Miteinander geschaffen.“







