Der Besuch aus Amerika hat eine lange Tradition: Er findet seit 2001 statt. Insgesamt 321 Mitarbeitende aus Medizin, Pflege und Verwaltung der Krankenhäuser, die zum „Hospital Sisters Health System“ (HSHS) gehören, konnten bereits an dem Programm teilnehmen, bei dem auch die franziskanischen Stätten in Rom und Assisi besucht werden. In den 13 Krankenhäusern des katholischen Krankenhausträgers mit Sitz in Springfield, Illinois, arbeiten 11.000 Mitarbeitende.
„Wir freuen uns sehr, seit nunmehr 25 Jahren einige der wunderbaren Menschen begrüßen dürfen, die das Erbe unserer Schwestern in Amerika fortführen“, sagte Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager. „Gemeinsam auf den Spuren des Hl. Franziskus unterwegs zu sein, verbindet uns Schwestern und unsere Mitarbeitenden auf verschiedenen Kontinenten, und die persönliche Begegnung fördert Freundschaften, berufliche Kontakte und unser interkulturelles Verständnis.“ Im Namen der amerikanischen Pilgernden bedankte sich HSHS-Vorstandsvorsitzender Damond Boatwright für die Gastfreundschaft: „Wir haben bei Ihnen den Geist des Hl. Franziskus gespürt und sind sehr stolz darauf, zu dieser großen internationalen Glaubensgemeinschaft zu gehören.“
Auch Schwester M. Diethilde Bövingloh, Provinzoberin der Deutschen Provinz der Mauritzer Franziskanerinnen, sowie der Vorstand der St. Franziskus-Stiftung Münster, das Direktorium des St. Rochus-Hospitals Telgte und das Direktorium und Ärzteteam des St. Franziskus-Hospitals begrüßten die Pilgergruppe herzlich und freuten sich über die persönliche und fachliche Begegnung.
Im Mutterhaus in Münster lernten die amerikanischen Gäste die deutschen Schwestern der internationalen Ordensgemeinschaft kennen, die über ihren langjährigen Dienst in der Krankenpflege, Medizin und Seelsorge berichteten sowie über ihren Glauben, der ihnen Kraft und Orientierung gibt. Die HSHS-Gruppe erhielt Einblicke in die Zeit des Nazi-Regimes und des 2. Weltkriegs in Münster durch einen Besuch im Geschichtsort Villa ten Hompel; bei einer Stadtführung entlang der „Stolpersteine“ wurde der Opfer von Terror und Verfolgung gedacht.
Der Vorsitzende und die Mitglieder des HSHS-Vorstands, die zur Pilgergruppe gehörten, hatten Gelegenheit zum Austausch mit Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung, und Vorstandsmitglied Dr. Christian Frank. Dr. med. Ulrike Tessarek, Werte-Beauftragte der St. Franziskus-Stiftung, informierte gemeinsam mit Generalrätin Schwester M. Hiltrud Vacker über die Initiative „Gemeinsam WERTvoll“, durch die allen Mitarbeitenden die franziskanischen Werte nahegebracht werden, die im Leitbild der Stiftung verankert sind. Die amerikanischen Gäste besuchten das Museum im Mutterhaus der Franziskanerinnen und nutzten die Gelegenheit zu einer Führung durch das St. Franziskus-Hospital mit Chefarzt Dr. med. André Hemping-Bovenkerk und Oberärztin Dr. med. Wibke Brenneisen aus der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.
In Telgte standen die Gründungsstätten der franziskanischen Ordensgemeinschaft auf dem Programm - ein Besuch am Grab des Ordensgründers, Pater Christoph Bernsmeyer, und in der Gnadenkapelle, in der die ersten Schwestern ihre Gelübde ablegten. Das Telgter St. Rochus-Hospital, das die Schwestern bereits 1848 gründeten, gehörte zu den ersten Hospitälern, die 2004 in die St. Franziskus-Stiftung Münster übertragen wurden. Hier hießen Geschäftsführer Daniel Freese und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Matthias Rothermundt die amerikanischen Gäste willkommen. Ein gemeinsames Grillfest am Montagabend und der von Spiritual Pater Prof. Dr. Michael Plattig in der Mutterhauskirche gespendete Reisesegen rundete den Besuch der amerikanischen Pilgernden ab.
Zum Hintergrund:
Die HSHS-Krankenhäuser wurden von Mauritzer Franziskanerinnen gegründet, die 1875 auf Anfrage des Bischofs von Alton, Illinois, von Münster aus in die USA gingen und dort den Grundstein für die Amerikanische Provinz der Ordensgemeinschaft legten. In der Hauptstadt Springfield entstand ihr Mutterhaus. Die Schwestern engagierten sich in der Krankenpflege, gründeten die erste katholische Krankenpflegeschule in den USA und errichteten innerhalb weniger Jahre elf Krankenhäuser in den Bundesstaaten Illinois und Wisconsin. 1978 wurden diese Einrichtungen zu Tochtergesellschaften des Hospital Sisters Health System (HSHS). Weitere Informationen unter [*** The original URL has been rewritten. ***].
Die St. Franziskus-Stiftung umfasst 18 Krankenhäuser sowie 42 Behinderten- und Senioreneinrichtungen, Medizinische Versorgungszentren, Reha-Zentren sowie Dienstleistungsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen und Bremen mit knapp 19.000 Mitarbeitenden. Seit Juli 2025 gehören auch die Mehrheitsanteile des Verbundes Katholischer Kliniken Düsseldorf GmbH (VKKD) zur St. Franziskus-Stiftung Münster. Weitere Informationen unter www.st-franziskus-stiftung.de.
Beide Stiftungen stehen für moderne Medizin und persönliche Fürsorge, inspiriert vom Heiligen Franziskus – dem Patron der Ordensgemeinschaft, in der sie ihre Wurzeln haben. Aktuell leben weltweit 500 Mauritzer Franziskanerinnen in Deutschland, den Niederlanden, Polen, USA, Japan, Vietnam und Indien. Das internationale Generalat der Ordensgemeinschaft, das die Pilgerreisen organisiert, hat seinen Sitz im Mutterhaus in Münster. Weitere Informationen unter [*** The original URL has been rewritten. ***].





