Dienstag, 05.05.2026

St. Franziskus-Hospital veranstaltet Symposium zur Gefäßchirurgie

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Priv.-Doz. Dr. Martin Austermann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am St. Franziskus-Hospital Münster, fanden jetzt die elften Münsteraner Strategiegespräche zur Gefäßmedizin statt. Rund 170 Gefäßchirurgen aus ganz Deutschland besuchten das in Fachkreisen etablierte Symposium. Im LWL-Museum für Kunst und Kultur tauschten sich die Mediziner anhand konkreter Patientenfälle über neueste Behandlungsmethoden aus und besprachen aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der vaskulären und endovaskulären Chirurgie.

Freuen sich über ein erfolgreiches gefäßchirurgisches Symposium in Münster: (v.l.) Dr. David Lewers, Kaufmännischer Direktor St. Franziskus-Hospital, PD Dr. Martin Austermann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes NRW, Annika Wolter, Geschäftsführerin St. Franziskus-Hospital, und Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Franziskus Stiftung.

Nachdem am ersten Kongresstag bereits Fälle zum Thema Bauchaorta vorgestellt und diskutiert wurden, startete der Dienstag zunächst mit Grußworten von Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Franziskus Stiftung, sowie einem Beitrag von Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes NRW zu Zukunft und Entwicklung des Gesundheitssystems. Im weiteren Verlauf des zweiten Veranstaltungstags standen periphere Gefäßerkrankungen im Mittelpunkt.

„Die Gefäßmedizin steht beispielhaft für viele der Herausforderungen, vor denen wir insgesamt stehen: eine älter werdende Bevölkerung, chronische Erkrankungen, komplexe Versorgungsstrukturen und der stetige Anspruch, medizinischen Fortschritt für alle Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen“, so Minister Karl-Josef Laumann. „Diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen – im engen Austausch zwischen Wissenschaft, Versorgung und Gesundheitspolitik. Genau dafür bieten die Münsteraner Strategiegespräche einen hervorragenden Rahmen.“

„Wir freuen uns, mit den Münsteraner Strategiegesprächen einen Raum schaffen zu können, in dem sich Spitzenmedizin ganz unmittelbar in bessere Versorgung für die Patientinnen und Patienten übersetzt“, sagt Dr. Nils Brüggemann. „Diese hochrangige Fachveranstaltung unterstreicht unseren Anspruch, Fortschritt und Entwicklung in der Medizin aktiv mitzugestalten.“

Als besonderes Highlight der Veranstaltung fanden auch in diesem Jahr Live-Übertragungen aus Operationssälen des St. Franziskus-Hospitals statt, bei denen die Teilnehmenden minimalinvasive und offene Eingriffe auf einer großen Leinwand mitverfolgen und mit den Operateuren diskutieren konnten. In zwei Hybrid-OP-Sälen und einem konventionellen OP wurden die verschiedenen modernen Techniken durchgeführt.

„Der professionelle kollegiale Austausch ist nicht nur für uns als medizinisches Fachpersonal in hohem Maße wertvoll“, sagt PD Dr. Martin Austermann. „Patientinnen und Patienten profitieren ganz konkret, da wir an echten Fällen verschiedene Behandlungsoptionen diskutieren und gemeinsam Ansätze und Strategien verbessern. Das macht für uns eine moderne und verantwortungsvolle Medizin aus.“

Eine besondere Kompetenz der Klinik für Gefäßchirurgie des St. Franziskus-Hospitals liegt in der minimalinvasiven Behandlung von Erweiterungen der zentralen Gefäße, auch bekannt als „Aortenaneurysma“, sowie in der Behandlung von Durchblutungsstörungen der Beine und der Halsschlagader. Mehr als 4000 Patienten pro Jahr werden ambulant in der Klinik behandelt, rund 2000 stationär.