Dienstag, 20.05.2008

Kuratoriumsmitglied Dr. Franz-Josef Overbeck in Ritterorden aufgenommen

Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat in Köln 75-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 500 Ordensdamen und Ritter begingen das Jubiläum im Rahmen der Frühjahrsinvestitur. In einer festlichen Dommesse mit dem amerikanischen Kardinalgroßmeister, Kardinal John Patrick Foley, am Samstag (17.05.2008) wurden 45 Frauen und Männer in den päpstlichen Orden aufgenommen. Darunter waren der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller (60) und der münstersche Diözesanadministrator und Mitglied des Kuratoriums der St. Franziskus-Stiftung Münster, Weihbischof Franz-Josef Overbeck (43).

Dr. Franz-Josef Overbeck ist in den Ritterorden aufgenommen worden.

Ihr Ordensversprechen legten die Kandidaten auch vor dem Großprior der Deutschen Statthalterei und Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, ab. Darin verpflichteten sie sich zur Treue gegenüber Papst und Kirche und erklärten sich bereit, gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen.

Am Sonntag feierte der Kölner Kardinal Joachim Meisner, der 1990 in den Orden aufgenommen worden war, ein Pontifikalamt in der Kirche Sankt Mariä Himmelfahrt. Zum Jubiläum kamen insgesamt 1.000 Gäste in die Domstadt.

Der Ritterorden unterstützt die katholische Kirche im Heiligen Land mit religiösen, sozialen und kulturellen Aktivitäten. "Wir wollen die Existenz der Christen im Heiligen Land sichern, ihnen eine religiöse Heimat und eine Vision für die Zukunft geben," sagte der Statthalter der Deutschen Statthalterei, Heinrich Dickmann. Der Vorsitzende der Heilig-Land-Kommission, Michael Wirtz, unterstrich, dem Orden sei vor allem Bildung wichtig. In sie werde die Hälfte des Spendenvolumens von rund 1,2 Millionen Euro investiert. Auch muslimische Kinder profitierten von den geförderten Einrichtungen.

Das weltweite Spendenaufkommen des Ritterordens liegt nach eigenen Angaben bei acht Millionen Euro. Er unterstützt auch Pfarrgemeinden, Heime für Findelkinder, Alte und Behinderte. Das Einzugsgebiet des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem umfasst Israel, Palästina, Gaza, Jordanien und Zypern, wo etwa zwei Prozent Christen leben. Der Ritterorden zählt weltweit rund 25.500 Mitglieder, davon in Deutschland etwa 1.300 Menschen in 37 regionalen Komtureien. Köln ist mit 70 Mitgliedern die größte Komturei und Sitz der Deutschen Statthalterei.

Am Freitagabend hatte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) das Engagement der rund 1.300 deutschen Ordensritter für die Christen im Heiligen Land gewürdigt. Der Einsatz beiderseits des Jordans verdiene höchste Anerkennung. "Die Ritter kämpfen nicht mit dem Schwert, sondern mit der Kraft des Glaubens und mit großem sozialen Engagement für das Christentum im Heiligen Land," so Rüttgers

Quelle: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, 18.05.2008 / Foto: Archiv