Mittwoch, 15.08.2012

Netzstrategien - Spitzengespräch: Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK bei Franziskus Stiftung und im St. Franziskus-Hospital Münster

Experten für Gesundheitsversorgung können schon mal unterschiedlicher Meinung sein – speziell wenn sie von Krankenkassen und von Krankenhäusern kommen. Anders war es am Dienstag bei der Franziskus Stiftung in Münster: „Wir stimmen völlig darin überein, dass Versorgungsmodelle, die den regionalen Bedürfnissen angepasst sind und die in Netzwerken arbeiten, zentrale Erfolgsfaktoren für ein leistungsfähiges Gesundheitswesen der Zukunft darstellen“, betonten Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Deutschlands größter Krankenkasse BARMER GEK, und Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der Franziskus Stiftung, im Anschluss an ein Spitzengespräch.

Einigkeit über neue Modelle der Patientenversorgung (v.l.): Reiner Glasmacher, Bereichskoordinator Verbände BARMER GEK, Burkhard Nolte, Geschäftsführer St. Franziskus-Hospital Münster, Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer NRW BARMER GEK, Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand Franziskus Stiftung, Dr. Ansgar Klemann, Kaufmännischer Direktor St. Franziskus-Hospital Münster, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender BARMER GEK, Prof. Dr. Michael Möllmann, Ärztlicher Direktor St. Franziskus-Hospital Münster, Dr. Ulrike Teßarek, Netzwerkmanagerin St. Franziskus-Hospital Münster.

Die Franziskus Stiftung informierte dabei eine hochrangige Delegation der BARMER GEK über bereits umgesetzte und geplante Innovationen sowie über strategische Entwicklungsperspektiven zur Gesundheitsversorgung im Münsterland und weiteren Regionen im Norden und Westen Deutschlands.

„Eine strukturierte Kooperation medizinischer Leistungserbringer, so wie sie die Franziskus Stiftung in ihren Einrichtungen bietet, trägt entscheidend dazu bei, dass die hohe Qualität der Patientenversorgung erreicht wird, die wir für unsere Versicherten wünschen“, so Dr. Schlenker. Er war gemeinsam mit Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer NRW der BARMER GEK, und Reiner Glasmacher, Bereichskoordinator Verbände, nach Münster gekommen.

„Unsere Hospitäler haben bereits frühzeitig zahlreiche Innovationen implementiert - etwa Ärztehäuser und Facharztpraxen, die direkt mit Krankenhäusern kooperieren und deren Leistungsangebot ergänzen“, hob Dr. Hünefeld hervor. Zudem habe man zahlreiche Synergie-Effekte innerhalb des eigenen Verbundes nutzbar gemacht sowie Kooperationen mit qualifizierten Partnern verwirklicht. Dies stelle inzwischen einen Entwicklungsvorsprung und -vorteil dar. Gemeinsam mit Dr. Hünefeld vertraten Burkhard Nolte, Geschäftsführer des St. Franziskus-Hospitals Münster, und dessen Kaufmännischer Direktor Dr. Ansgar Klemann die Franziskus Stiftung.

Die BARMER GEK und die Franziskus Stiftung diskutierten zudem Modelle von träger- und sektorenübergreifenden Netzwerken zur Gesundheitsversorgung, unter anderem solche, die speziell für ältere Patienten entwickelt wurden. Das St. Franziskus-Hospital präsentierte erfolgreich umgesetzte Projekte. Einige von ihnen haben bedeutende Innovationspreise erhalten. „Die BARMER GEK und die Franziskus Stiftung sind sich einig, dass regional orientierte Netzwerke, die berufsgruppen-, träger- und sektorenübergreifend arbeiten, eine zukunftsgerichtete Patientenversorgung gewährleisten“, so Dr. Hünefeld. Hier sei die Stiftung hervorragend aufgestellt. „Wir sind uns sicher, dass wir unsere Verbundvorteile für neue Ansätze der Patientenversorgung nutzbar machen können und werden dazu das erfolgreiche gesundheitspolitische Gespräch fortsetzen“, betonte sie.